Mittwoch, 6. April 2016

Menükarte schnell und selbstgemacht #Menükarte #11

Bastelmöglichkeiten für die eigene Hochzeit gibt es Unmengen. Vor einem Jahr um diese Zeit haben wir schon mitten in den Vorbereitungen gesteckt. Trotz viel Lust und auch Zeit zum Selbermachen hatte, musste ich mich auf ein paar Projekte festlegen.
Was ich lernen musste war Dinge ab zu geben. Ich hatte die Suchmaschine schon ordentlich suchen lassen und viele schöne Ideen zusammengetragen.
Bei der Absprache für das Menü gab es das Angebot das unser Restaurant die Menükarten einfach für uns mit druckt. Ein super Angebot wie ich fand. So lassen sich auch kleine Änderungen aktualisieren.
Weshalb ich sie dann doch selber gemacht habe und weshalb es schnell gehen musste habe ich für Euch aufgeschrieben.

Zunächst habe ich meine Ideensammlung an die Seite gelegt, da ich nun ja gelernt habe ab zu geben. Bei der finalen Absprache des Menüs und weiterer kleiner Einzelheiten stellte sich aber heraus, dass ich die Menükarten doch lieber selber machen wollte. Die angehenden Bräute verstehen vielleicht was ich meine. Meine Angst das eventuell etwas schiefgehen könnte war einfach zu groß. Außerdem wollte ich sie dann doch passend zu unserem Farbmotto gestalten.
Da es aber nur noch wenige Tage bis zur Hochzeit waren musste etwas her das diesen Kriterien entspricht.

schön - schnell - schlicht

Da wir noch viel gelbes Papier von den Fotoheften übrig hatten, wollte ich diese unbedingt nutzen. Zunächst habe ich das Menü vom Angebot übernommen und es dann im Schreibprogramm einfach schön formatiert. Dabei haben ich es so eingestellt, dass das Menü zweimal auf die Seite passt. Dann habe ich, in Absprache, das Logo und weitere Angaben über und unter das Menü eingefügt. Ausdrucken fertig!

Damit keine Zettel auf dem Tisch liegen habe ich die Seite im A4 Format einfach am Rand zusammengeklebt und schon steht die Menükarte von selbst. Als letzten Schliff habe ich dann einfach ein Loch gestanzt, ein Band durchgezogen und die Enden mit unserem Logo beidseitig beklebt. Fertig ist die schnelle und schöne Menükarte.

Sie hat sich perfekt in die Tischdekoration eingefügt. Da wir nicht lange im Restaurant waren haben wir auf aufwändigen Blumenschmuck verzichtet. Es war sehr warm und wir hatten neben ein paar Rosen in schmalen Vasen unseren Efeu auf dem Tisch, den wir dann mit in unsere Feierlocation genommen haben. Auf abgeschnittene Blumen wollten wir an diesem Tag so weit es geht verzichten.
Wir hatten den Wunsch nach einem vegetarisch/veganem Hochzeitsmenü mit maximal einer Fleischsorte als Alternative. Zunächst waren wir skeptisch ob wir dies bei uns in der Heide so bekommen können. Der Tütsberg (eigentlich Hotel Hof Tütsberg) hat uns aber komplett vom Gegenteil überzeugt. Wie die Absprache war, erfahrt Ihr am Ende dieses Beitrags. Zunächst möchte ich Euch noch ein Foto von der Menükarte zeigen. Uns sieht man am Ende der Tafel auch ein wenig...



Hochzeitsmenü



Pfifferlingsoufflé an Kräuterblüten Salat
mit Kresse und Pinienkernen

Gebratener Seitan
Dreierlei Blumenkohl- gebacken, Blumenkohl-Nougatmousse,
Haselnussbutter, Bohnenragout, Heidedrillinge,
Tomaten-Estragon Confit

Fleischalternative:
Filet vom Duroc-Schwein


Tütsberger Desserzauber
Caipirinhasorbet, Kokos-Panna-Cotta,
Blaubeer-Pancake, Safran-Quittenkompott



Für alle die Interesse haben berichte ich gern über die Erstellung unseres Hochzeitsmenüs:
Unsere Bedenken zum vegetarischen Hochzeitsmenü habe ich ja bereits erwähnt. Wir kannten den Tütsberg natürlich schon länger und haben eine Hochzeit mit Freunden dort gefeiert. Das Menü, der Aufbau und die Präsentation des Essens hat uns damals so sehr gefallen, dass wir entschieden dort anzufragen. 
Ein Jahr vor der Hochzeit haben wir also unsere Fahrradtour ins Naturschutzgebiet zum Tütsberg gemacht. Dort haben wir dann einen Tisch vorbestellt (in der Heide muss man ja auch die Heideblüte immer mit einrechnen) und uns dann dort zum Essen eingefunden. Wir haben einfach die Speisekarte durchgeschaut (hier könnt Ihr die Aktuelle einsehen) und direkt eine vegane Rubrik gefunden. Das hat uns direkt begeiestert, denn die Küche in der Heide ist oft sehr deftig, wenn auch beliebt. Aber eine Alternative ist immer gut und erweitert nicht nur den Kreis der Gäste.

Die Gerichte haben uns damals so gut gefallen, dass wir dann einfach mit dem Küchenchef gesprochen haben. Dieser war von unserem Vorhaben genau so begeistert wie wir. Denn er sagt, die Herausforderung ist ja auch das Kreative im Beruf des Koches. Er hatte sofort tolle Ideen und servierte uns direkt zwei Stücke Seitan zum Probieren. Relativ schnell stand unser Menü im Groben fest und wir vereinbarten einen Termin zum Probeessen. Jetzt mussten wir uns in Geduld üben. Das Schlimmste war aber es niemandem zu verraten.

Ich weiß noch wie ich darüber mal geschmunzelt habe, da ich es für überflüssig hielt. Aber ich kann es nur jedem empfehlen. Man bekommt nicht nur einen Eindruck, es ist auch einfach ein schöner Moment zu Zweit, den man bewusst genießen kann.

Das Probeessen fand im Juli, also ca. vier Wochen vor der Hochzeit statt. Nicht alles haben wir probiert, da dies zu aufwändig gewesen wäre es nur für zwei Personen zu kochen. Der Eindruck von Geschmack, Optik und Zusammenstellung war hervorragend. Wir waren restlos begeistert und die Vorfreude stieg um so mehr. Im Vorschlag des Restaurants war damals noch eine weitere Fleischsorte enthalten, die wir aber abgelehnt haben.
Am Tag der Hochzeit waren wir zum Essen 13 Personen. Davon essen einige gar kein Fleisch oder nur selten. Einige haben Unverträglichkeiten und so haben wir uns dann für das Filet vom Duroc-Schwein entschieden. Jeder Gast hat das vegetarisch/vegane Menü bekommen und das Fleisch wurde auf einer extra Platte serviert. So konnten alle für sich entscheiden. Die Bedingung der Tierhaltung waren uns wichtig und auch hier gab der Küchenchef sofort Informationen.

Das ist mein kleiner Beitrag zum Hochzeitsmenü. Auf diesem Weg auch noch ein riesen DANKE an den Tütsberg und die tolle und freundliche Bewirtung. Ich hoffe es hat Euch gefallen, auch wenn das Menü sicher nicht allen zusagt. Vielfalt macht das leben ja erst so bunt wie es ist. 
Deshalb bin ich immer wieder interessiert an anderen Geschichten und Erlebnissen.
Wenn Ihr etwas loswerden mögt, dann schreibt mir gern Kommentare.



Die Menükarte ist auch ein schnelles DIY für den Geburtstag oder eine Grillparty im Sommer.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Auswählen Eures Hochzeitsmenüs
oder beim Nachbasteln der schnellen Menükarte.
Alles Liebe,
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Dieser Beitrag ist Teil der Blogreihe Hochzeitsfieber am Mittwoch. Hier teile ich unser Hochzeitsfieber mit Euch! Es gibt kurze Beiträge und Anleitungen zum Nachmachen. Lasst Euch einfach inspirieren und schaut immer mittwochs hier vorbei. Ich freue mich!



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