Mittwoch, 11. Mai 2016

Something old ... #hochzeitsbrauch #16

Wer kennt Ihn nicht diesen Spruch ...

Neben der Tradiotion des Kranzbindens gibt es viele weitere Bräuche. Einige sind veraltet und andere lassen sich einfach neu auflegen. Während der Hochzeitsvorbereitungen habe ich mir viele Möglichkeiten überlegt die Bräuche irgendwie modern einzubinden, denn sie haben einfach einen ganz eigenen Charme. 

Der Brauch erfreut sich seit einigen Jahren auch hierzulande großer Beliebtheit. Wie ich dies umgestzt habe und wo er her kommt? 
Lest selbst!



Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six-pence in her shoe.

Dieser Hochzeitsbrauch kommt aus England und entwickelte sich bereits in der viktorianischen Zeit. Amerikanische Spielfilme brachten ihn dann entgütlig auch nach Deutschland. Übersetzt werden kann der Spruch so:

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues und einen Glückspfennig im Schuh.

Der Glückspfennig wird allerdings meist weggelassen. Ich habe mich aus Spaß an der Freude entschieden diesem Hochzeitsbrauch Raum bei den Vorbereitungen zu geben. Im Grunde war es einfach toll in die Hochzeitswelt einzutauchen und sich passende Traditionen heraus zu suchen. Für mich hatte es nichts mit dem Aberglauben zu tun und wenn an dem Tag etwas gefehlt hätte, wäre ich wohl nicht in Tränen ausgebrochen. Aber die Vorbereitungen haben einfach so viel Freude bereitet, dass wollte ich mitnehmen. In welcher Form diese Details untergebracht werden, dazu konnte ich nicht viel finden. Ein paar Beschreibungen wie die symbolischen Werte sind habe ich einfach zusammengefügt.

 
Hier sind meine Details zum Hochzeitsbrauch aus England:

Etwas Altes ...

... steht für das bisherige Leben der Braut vor der Ehe. Sym­bo­li­siert wird die Bin­dung an die Fami­lie und steht für Ver­trau­tes. Hier bieten sich Erbstücke wie Spitzentaschentücher oder Schmuck an. Bei mir war das Alte eine Uhr meiner Mutter, die ich mir eigentlich leihen wollte. Allerdings hat sie mir die Uhr dann an meinem Geburtstag vor der Hochzeit geschenkt.


Etwas Neues ... 

... steht als Symbol für den Start in das gemeinsame Eheleben. Dieser Brauch steht ebenfalls für den optimistischen Blick auf den neuen Lebensabschnitt. Auch hier passen Brautschmuck, Brautschuhe, das Brautkleid oder auch der Brautstrauß. Neu war bei mir so einiges. Weil die Schuhe aber so schön zum neuen Schritt passen, sind die Schuhe das Neue an meinem Hochzeitsbrauch.


Etwas Geliehenes ...
... steht für Freundschaft und soll Glück in der Ehe bringen. Die Braut leiht sich etwas von einer glücklich verheirateten Freundin oder Angehörigen. Das Glück soll auf die junge Ehe übertragen werden. Schmuckstücke bieten sich genau so an wie beispielsweise der Reifrock oder sogar das Brautkleid. Zunächst wollte ich mir ein Taschentuch meiner Oma leihen, da dies aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt hat, hat meine Mutter mir am Standesamt noch ihr Armband geliehen.


Etwas Blaues ... 
... ist ein Zeichen für die Treue und Reinheit. Die Redewendung „Mar­ried in blue, lover be true“ zeigt, dass die Farbe Blau eine wichtige Rolle spielt. Klassisch wird oft das Strumpfband mit blauen Anteilen gewählt. Allerdings ist auch hier die Tradition deutlich aufgelockert worden. Viele Bräute tragen auch blaue Schuhe oder entscheiden sich bei der Farbe des Brautstraußes für blaue Elemente. Ich habe mich bewusst gegen ein blaues Strumpfband entschieden. An meiner Unterwäsche waren blaue Schleifen und für das Foto gab es natürlich noch das Hochzeitsdatum im Saum.
 

Ein Glückspfennig im Schuh ...
... ist der Teil der meist fehlt, da er nicht in jedem Land überliefert ist. Die Glücksmünze symbolisiert, die finanziell abgesicherte Situation des Paares in der Ehe und ist somit ein Zeichen des Wohlstands. Ein Glückscent im Schuh ist natürlich nicht immer angenehm. Er kann ebenso unter den Schuh geklebt werden oder in die Sohle integriert werden. Während meiner Recherchen habe ich sogar Unternehmen gefunden, die diese Münzen in den Schu direkt integrieren. Ich habe allerdings in meiner alten Münzsammlung gestöbert und tatsächlich ein 5-Pence Stück gefunden.




Hochzeiten sind so schön in individuell und das sollte auch so bleiben. Die Bräuche können auch gern bestehen bleiben, aber dann eben in angepasster Version. Die Auslegung kann kreativ sein und so einen Bogen zwischen Altem und Neuem schlagen. In erster Linie sollen diese Traditionen Spaß machen.


Habt Ihr diesen Brauch ebenfalls umgesetzt oder Teile davon?
War Euch die Herkunft des Brauchs bewusst oder gehörte es für Euch einfach dazu?
Vielleicht habt Ihr dies auch alles weggelassen. Ich bin gespannt wie es bei Euch so war!


Ich bedanke mich für das Lesen meiner Beiträge zu dieser Blogreihe. Das ist ein tolles Gefühl und lässt mich die Hochzeit noch einmal anders wahrnehmen. Habt eine wunderschöne Restwoche.
Alles Liebe,
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Dieser Beitrag ist Teil der Blogreihe Hochzeitsfieber am Mittwoch. Hier teile ich unser Hochzeitsfieber mit Euch! Es gibt kurze Beiträge und Anleitungen zum Nachmachen. Lasst Euch einfach inspirieren und schaut immer mittwochs hier vorbei. Ich freue mich!


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